COMENIUS                     

 

Das Gymnasium Franklinstraße 26 hat von 2012-2014 an einem sogenannten Comenius-Projekt teilgenommen. Im Rahmen eines Comenius-Projektes arbeiten Schulen aus verschiedenen europäischen Ländern über einen längeren Zeitraum hinweg an einem gemeinsamen Thema. Unser Thema lautete Different faces of discrimination. In den einzelnen Schulen wurden die verschiedenen "Gesichter" von Diskriminierung mit den SchülerInnen analysiert:

-   Diskriminierung aufgrund des sozialen Umfelds (französische Schule)
-   Diskriminierung aufgrund der religiösen Zugehörigkeit (österreichische Schule)
-   Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder des Geschlechts (italienische Schule)
-   Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen (deutsche Schule)
-   Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft (spanische Schule)

Während der zweijährigen Arbeitsphase fanden Projekttreffen statt, zu denen sich die Partnerschulen an den verschiedenen Schulstandorten trafen. Während solcher Projekttreffen wurden Arbeitsergebnisse ausgetauscht und präsentiert, die weiteren Arbeitsschritte bepsrochen und es wurden den Gästen ein breites kulturelles Programm angeboten.

Das erste Comenius Projekttreffen fand im Oktober 2012 in unserer Partnerschule in Marina die Carrara/Italien statt. Unsere Schule war durch die Lehrpersonen Prof. Faltynek und Prof. Boztepe-Rhomberg und die SchülerInnen Rosi Marksteiner (7B), Anna Falchetto (7B), Florian Mayerhofer (6B) und Paul Schuster (6B) vertreten.

Die beteiligten SchülerInnen haben für dieses Treffen ein Video über Wien, die Schulumgebung und unsere Schule gedreht, ein weiteres Video zum Thema "Stereotypen" wurde von der 7B im Klassenverband hergestellt, Vorschläge für ein Projektlogo wurden von mehreren Oberstufenklassen entwickelt und SchülerInnen der 5B haben Aufsätze und Comics zum Thema "The Perfect European" geschrieben und gezeichnet. Das Thema des perfekten Europäers wurde auch noch musikalisch verarbeitet. Der Schüler Paul Schuster (6B) hat einen sehr schönen Song (Musik und Lyrics) dazu geschrieben, zu hören auf YouTube.

 

Das zweite Comenius Projekttreffen fand im Februar 2013 in unserer Partnerschule in Valladolid/Spanien statt. Unsere Schule war durch die Lehrpersonen Prof. Fackler und Prof. Nusser-Grath und die SchülerInnen Alexander Scioville-Palomares (5A), Violeta Scioville-Palomares (5B), Andjela Ilic (6A) und Lukas Simon (6A) vertreten.

Die beteiligten SchülerInnen haben für dieses Treffen Interviews zum Thema religiöse Diskriminierung mit Vertretern verschiedener Religionen geführt und dazu ein Video erstellt. Weiters wurde eine Fragebogenerhebung zu verschiedenen Diskriminierungsformen durchgeführt, die Ergebnisse statistisch erfasst und beim Projekttreffen in Spanien präsentiert.

Darüber hinaus wurde in Spanien kreativ gearbeitet: anhand von Bildimpulsen haben Gruppen von SchülerInnen aus verschiedenen Länder Gemälde erstellt, die ihre Gefühle zum Ausdruck brachten.

 

Das dritte Comenius Projekttreffen fand im April 2013 in unserer Parterschule in Worms/Deutschland statt. Unsere Schule war durch die Lehrpersonen Prof. Altena und Prof. Sowa und die SchülerInnen Max Ertl, Rebecca Filipsky, Katharina Kolbiarz, Markus Pollak und Marion Varga (alle 7B) vertreten.

Vor dem Treffen haben sich die SchülerInnen dieser Klasse intensiv mit religiöser Diskriminierung in Europa auseinander gesetzt und alle gesammelten Informationen in einem Video in Form eines Wetterberichts verarbeitet. Die "Wetterberichte" aller fünf Länder, die den aktuellen Stand von Diskriminierungen anhand von Symbolen wie der Sonne, Wolken, Blitzen etc. vereinfacht darstellen sollten, wurden in Deutschland präsentiert und anschließend diskutiert.

Anfang November 2013 fand im GRg21 Franklinstraße 26 in Florisdorf das Comenius-Projekttreffen zum Thema "Different faces of discrimination" statt. Dabei trafen SchülerInnen und LehrerInnen aus verschiedenen europäischen Ländern aufeinander.

Nach Zusammenkünften in Italien, Spanien und Deutschland war nun Wien der Treffpunkt des Comenius-Projekts. Aus den fünf beteiligten Ländern reisten jeweils fünf bis sechs SchülerInnan an, die alle bei den Familien der österreichischen Beteiligten untergebracht waren. Das Ziel des Projektes ist der Abbau von Vorurteilen durch das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen und durch die Zusammenarbeit größere Akzeptanz in Europa zu schaffen.

Im Laufe der Woche bearbeiteten die Gäste in verschiedenen Workshops das Thema Diskriminierung in Europa. Bereits in den Heimatländern hatten alle Beteiligten Vorarbeit zu jeweils einem Diskriminierungsthema (Rassismus, Religionsfreiheit, Gleichberechtigung der Geschlechter, Gleichberechtigung von Behinderten und soziale Gleichberechtigung) geleistet.
Außerdem lernten die Besucher Wien kennen und entdeckten viele Gemeinsamkeiten in Kultur und Sprache, aber auch Unterschiede und Neuheiten. Denn Sachertorte oder Kaiserschmarren, so wie manche anderen österreichischen Besonderheiten, waren ihnen bis dahin unbekannt.

Die Woche, die mit einer sich großteils fremden Gruppe begann, endete mit einem tränenreichen Abschied unter Freunden. Doch das Ende der Zeit in Wien war auf keinen Fall der Abschluss des Projekts, denn im April findet noch das Abschlusstreffen in Frankreich statt. Dort wird es für manche SchülerInnen ein großes Wiedersehen geben und außerdem werden die Ergebnisse aller Treffen in Form eines Theaterstücks präsentiert.

Laura Hiermann, Stalla Jarisch, Markus Pollak und Lukas Simon

Nach dem Treffen in Österreich fand das fünfte und letzte Comenius Projekttreffen im April 2014 in La Queue Lez Yvelines/Frankreich statt. Unsere Schule war durch die Lehrpersonen Prof. Boztepe-Rhomberg und Prof. Sowa und die SchülerInnen Jana Baumgartner (6B), Stella Jarisch (6B), Elisabeth Schwarz (6B), Markus Schwarz (7A), Veronika Tree (7A) und Florian Rutka (7B) vertreten.

Das Abschlusstreffen stand ganz im Zeichen des gemeinsamen Theaterstücks der fünf beteiligten Schulen. Das Stück bestand aus fünf Szenen, in denen Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Religion, ihres sozialen Umfelds, ihrer Herkunft oder ihrer Behinderung im alltäglichen Leben diskriminiert werden.

Die anwesenden SchülerInnen jeder Nation spielten eine Szene über den Aspekt der Diskriminierung, mit dem sie sich in den vergangen zwei Jahren auseinander gesetzt haben. Die Szenen spielten in einem beliebigen Wohnhaus, das sich in jedem beliebigen Land befinden hätte können.

Dargestellt wurde aber selbstverständlich auch, wie man diesen Arten von Diskriminierungen mit Offenheit, Toleranz, Akzeptanz und Geduld begegnen kann, sodass ein angenehmes Zusammenleben gewährleistet ist.

Das Theaterstück wurde in dieser Woche zwei Mal vor Verwandten, LehrerInnen und SchülerInnen aufgeführt und bildete einen würdigen Abschluss für dieses europäische Projekt.

Mit dem Schuljahr 2013/14 geht auch das Comenius-Projekt mit dem Titel "Different faces of discrimination" zu Ende. Wir haben uns im Rahmen des Projekts, gemeinsam mit unseren Partnerschule aus Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien mit verschiedenen Aspekten der Diskiminierung beschäftigt.

Es sind im Laufe der zwei Jahre viele interessante Arbeiten entstanden.

Hier nur einige Beispiele:

       -   Entwerfen eines Projektlogos
 Video zum Begriff "Stereotypen" - die SchülerInnen sollten Stereotypen bennen, welche sie mit
 den einzelnen Partnerländern verbinden
 Video mit Interviews zum Thema "Religiöse Diskriminierung" mit Vertretern verschiedener
 Religionen
 Video im Format eines Wetterberichts - auf Grund von Zeitungsrecherchen bei denen gezielt nach
 Nachrichten zum Thema Religion gesucht wurde, wird ein Wetterbericht zur rechtlichen Lage in
 den Partnerländern erstellt.
 Jedes Land erstellt 20 Fragen zu "seinem" Thema, in unserem Fall "Religion" für eine
 "Millionenshow"
 Kollaboratives Schreiben - für das finale Theaterstück schreibt jede Schule einen Anfang einer
 Szene zum Thema Diskriminierung. Die Partnerschulen bekommen diese Anfangsszene zugesandt
 und machen einen Vorschlag, wie die Szene fortgesetzt werden könnte. Die für die SchülerInnen
 stimmigste Fortsetzung wird gewählt und im Anschluss schreiben die SchülerInnen die Dialoge für
 die Szene.
 Die einzelnen Szenen werden zu einem Theaterstück zusammengefasst. Beim letzten Projekttreffen
 in Frankreich wird das Theaterstück vor Publikum aufgeführt.

Insgesamt konnten vier Projektreisen zu unseren Partnerschulen durchgeführt werde. 21 SchülerInnen wurden es ermöglicht, an diesen Projektreisen teilzunehmen und dabei wichtige Erfahrungen zu sammeln.
Durch das Interesse am Thema und die Bereitschaft der SchülerInnen, sich auf etwas Neues einzulassen, wurde das Projekt zu einem großen Erfolg.

Das Comenius-Lehrerinnenteam

Marianne ALTENA, Miriam BOZTEPE-RHOMBERG, Doris FACKLER, Ingrid FALTYNEK, Olga NIKITINA, Bettina NUSSER-GRATH, Nicole PETTAU, Christina SLEZAK, Birgit SOWA und Marianne TRAGLER

Disclaimer

This project has been funded with support from the European Commission. This puplication [communication] reflects the views onliy of the author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information contained therein.