UNESCO Schulen 1953 - 2018

 

Zusammenfassung

Das 1953 gegründete UNESCO Associated Schools Project Network (ASPnet) ist das größte Schulnetzwerk weltweit. Was mit 33 Schulen aus 15 Mitgliedsstaaten begonnen hat, besteht heute aus mehr als 10 000 Bildungseinrichtungen in 181 Ländern und ist somit das größte Schulnetzwerk weltweit.

Durch ihr Engagement in UNESCO Themen werden in den UNESCO-Schulen Weltoffenheit und die Fähigkeit zu einem friedlichen Zusammenleben vermittelt. Bildung soll mit Tun verbunden werden, um Handlungs- und Gestaltungskompetenz zu vermitteln. Das Bildungsmodell beruht daher auf vier Säulen: learning to know, learning to do, learning to be, learning to live together.

In Österreich sind derzeit 93 Schulen in dem Netzwerk.

 

Entstehung

Als die UNESCO am 4. November 1946 ins Leben gerufen wurde, setzte sie sich zum Ziel "durch Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Völkern in Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Wahrung des Friedens und der Sciherheit beizutragen"1. Denn, wie es in der Präambel der Verfassung heißt: "Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden. Die UNECSO bekam de Auftrag, geeignete Mittel, Methoden und Techniken für diese internationale "geistige Kooperation" zu finden und zu entwickeln.

Die intellektuelle Erziehung und Bildung, folgerte die UNESCO richtig, muss, wenn sie erfolgreich sein soll, in der Jugend beginnen, wenn der Geist noch flexibel ist, noch nicht verhärtet und versteit durch nationale Überheblichkeit, durch Vorurteile und Ressentiments aller Art.

Die UNESCO legte daher 1952 der Generalversammlung der UNO eine Studie über die Maßnahmen vor, die man ergreifen müsse, um die Jugendlichen für den Gedanken des Friedens, der gegenseitigen Achtung und des Verständnisses unter den Völkern zu gewinnen. Man müsse die Jugend durch greifbare Projekte vor praktische, begrenzte und realisierbare Aufgaben stellen, in denen Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und Völkern vermittelt werden.

"17 Ziele für nachhaltige Entwicklung", Sustainable Development Goals, so lautet der übergeordnete Bildungsaufrag bis 2030 der UNESCO-Schulen. UNESCO-SChulen haben Modellcharakter, der sich in einer besonderen pädagogischen Grundhaltung ausdrückt. Vermittlung erfolgt durch Projektunterricht in einem Schulklima, das von Wertschätzung des Einzelnen, durch Partizipation und Respekt der Vielfalt geprägt ist. Friedenserziehung und Menschenrechte, Globales Lernen, Welterbe, Nachhaltige Entwicklung, Interkulturalität, Biodiversität und Klimawandel stellen grundlegende Themenfelder dar.

Dass Schulen aus allen Teilen der Welt in einem internationalen Netzwerk an denselben Fragestellungen arbeiten und sich gegenseitig ihre Sicht der Dinge vermitteln, ist noch immer eine außerordentliche pädagogische Innovation.

1Verfassung der UNESCO

 

Unterrichtsmaterial zum Welterbe

Präsentation UNESCO Schulen 

Foto Quiz UNESCO Welterbe

Text: Mag. Friederike Koppensteiner, Koordinatorin der Österreichischen UNESCO-Schulen