Die neue Theatergruppe an unserer Schule

Im Schuljahr 2017/18 formierte sich erstmals wieder eine Theatergruppe an der AHS Franklinstrasse 26 unter der Leitung von Herrn Prof. Daniel Harrasser und Frau Prof. Anke Armandi. Bereits ein halbes Jahr später im April 2018 standen unsere Schüler im Alter von 13 und 18 Jahren schon auf der Bühne und präsentierten ihr Stück "Iphingenie inclusive" auf der ARGE Kulturbühne in Salzburg. Die europäische Kulturorganisation EUNIC hatte für UNESCO-Schulen einen Wettbewerb zum Thema der Inklusion (EunInclusive) ausgeschrieben. Zusammen mit Frau Prof. Friedericke Koppensteiner hatten wir im Herbst 2017 unser Stück eingereicht und wurden neben anderen drei Schulprojekten aus verschiedenen Bundesländern eingeladen.

Eine für uns alle neue, großartige Erfahrung und zwei wunderbare Tage in Salzburg! Eine zweite Aufführung unseres Stücks fand Ende April an unserer Schule, nach dem Konzert des Schulorchesters unter Leitung von Frau Prof. Christina Theissl, statt.

Iphigenie inclusive

Inspiriert vom gemeinsamen Besuch des Theaterstücks "Iphigenie in Aulis/Occident Express" am Wiener Volkstheater im Herbst 2017 erarbeitete unsere Theatergruppe zusammen mit der Leiterin des Jungen Volkstheaters Constance Cauers, dem Theaterpädagogen Malte Andritter und uns Bühnenspielleiterin das 15-minütige Stück "Iphigenie inclusive".
Hin zum Krieg-weg vom Krieg war der Subtext dieser spannenden Choreografie, die von Constance Cauers als Collage, einer Zusammensetzung von Texten aus der griechischen Literatur, heutigen Zitaten und eigenen Texten, inszeniert wurde. Die Schüler spielten Iphigenie, die bereit ist, in den Krieg zu ziehen, in unterscheidlichen Facetten mit aktuellem Bezu auf die allgemein erstarkte Kriegsbegeisterung in der Welt.
Die von Malte Andritter ausgewählte Musik untermalt dieses hochemotionale Stück. Bassel Alis Auftritt war besonders ergreifend, als er, 18-jähriger Schüler unserer Übergangsklasse und aus Syrien geflüchtet, durch seine auf arabisch vorgetragenden Texte über die selbsterfahrenen Flucht- und Kriegserlebnisse, zur Besinnung mahnte. Das Stück endet mit der Vision von einer gemeinsamen und friedlichen Welt.
Im Laufe der Proben wuchs die Theatergruppe zusammen. Die Schüler hatten den Mut, aus sich herauszugehen, lernten neben den verschiedensten Techniken des Theaterspielens aufeinander einzugehen und ein gemeinsam erarbeitetes Stück konzentriert und überzeugend vor dem Publikum zu präsentieren. Wir alle haben sehr von den Profis des Jungen Volkstheaters gelernt und hatten auch sehr viel Spaß!
Wir freuen uns auf eine neue Produktion der Theatergruppe im nächsten Schuljahr!

Prof. Anke Armandi und Prof. Daniel Harrasser