Der Weg zum Demokratie Peer
„Wer möchte, kann da gerne mitmachen”, meinte unsere Klassenvorständin Anfang September mit Blick auf den Demokratie-Peers-Flyer. „Wir überlegen es uns”, antworteten wir. Wenige Wochen später saßen wir schon mit 12 anderen Jugendlichen, zwischen 14 und 17 Jahren, in einem hellen Raum mitten im 1. Bezirk. Dort wurden wir von September bis Oktober 2025 insgesamt 4 Tage, jeweilsvon halb neun bis halb sechs am Abend, kostenlos zu Demokratie-Peers ausgebildet.
Die Ausbildung, bestehend aus vier Modulen, bestand aus Vorträgen verschiedenster Experten: Professor*innen, Demokratie-& Politikexpert*innen, Vorsitzenden der Bundesjugendvertretung, unsere Bundesschulsprecherin, etc. Meistens hielten die Expert*innen zuerst ihre Vorträge, dann durften wir mitdiskutieren, Fragen stellen oder auch eigene Aufgaben erledigen. Es ging um Demokratie in Österreich und auf der gesamten Welt, um Rhetorik, Diskussionen, den Umgang mit kontroveersen Themen und wie man als junge Person mehr an der Demokratie teilnehmen kann. Abgesehen von den vier Modultagen gab es noch ein wählbares Interessenmodul via Zoom und einen Ausflug ins Parlament inklusive Führung.
Der Sinn hinter der Ausbildung war, dass wir am Ende dieser Module selbst Demokratie-Peers sind, also Gleichaltrigen Demokratie näherbringen und Interesse schaffen können.
Das Abschlussmodul im Februar bestand dann daraus, dass wir unser eigenes Konzept für ein Demokratieprojekt, sprich einen Workshop, ein Kreativprojekt, eine Podiumsdiskussion oder Ähnliches, den anderen Demokratie-Peers vorstellten und einander Feedback gaben.
Wir freuen uns schon darauf, unsere Erfahrungen und unser neu erlerntes Wissen an so viele junge Menschen wie möglich weiterzugeben. Wir haben für unsere Schule ein Kreativprojekt in Form einer Ausstellung und einem kurzen interaktiven Workshop geplant, welches im Juni 2026 an den Start geht. Dabei wird es um Demokratie auf der ganzen Welt gehen und um das Thema, wie man als Jugendlicher die Welt mitverändern kann.
Am Ende wollen wir uns nochmals bei unseren Peer Coaches, Julian Angerer, Pascal Günsberg und Carina Reithmaier von PolEdu, ohne die es diese Ausbildung nicht geben würde, bedanken. Sie haben dieses Projekt, besonders dafür, dass es die erste Ausbildung in Wien dieser Art war, sehr cool gestaltet und wir haben dort nicht nur viel gelernt, sondern auch neue interessante Kontakte knüpfen können.
Mariam Elredini & Marlene Spängler 6A
